
Chronik
Die Keimzelle des Schützenvereins in Lenzinghausen lag eindeutig auf dem Hof Obermann in der Bockhorst, dem Kisker und dem Nagelsholz. regen Gesprächsstoff zum Vorhaben, einen Verein zu gründen, fand man in der Gaststätte Mohrmann an der Werther Straße. Die Gebrüder Mohrmann waren bereit, in ihrem Obstgarten einen Platz für die Schiessanlage zur Verfügung zu stellen.
Die nebenstehenden schiesssportbegeisterten Männer gründeten im Jahre 1925/26 den Kleinkaliber- Schießverein Nagelsholz. Da man seine Schiesskünste zuerst mit der Luftbüchse in der Gaststube versuchte, wurde bald mit dem Bau eines Schiessstandes begonnen.

Im Jahre 1927 entschied man sich für eine Namensänderung auf „Schützenverein Lenzinghausen“, da sich viele Einwohner unter dem Namen „K.K. Schiessverein“ wenig vorstellen konnten. An die Öffentlichkeit trat man im Jahre 1928, als das 1. Schützenfest im Zelt beim Gastwirt Mohrmann gefeiert wurde. Hier wurde auch der 1. König ausgeschossen. Erst nach diesem Schritt fand der Verein regen Zustrom aus allen Bevölkerungsschichten. Den Vorsitz führte Hermann Obermann, der später auch als Oberst dem Schützenvolk vorstand.

1. König: August Tiemann 1. Königin: Frl. Elfriede Busch
Schiessstand bei Mohrmann wo die ersten Könige ermittelt wurden.
Alljährlich wurde nun ein Schützenfest in Zelten gefeiert, an denen jeweils am Montag der König ausgeschossen wurde. Im Jahre 1934 wurde Hermann Sewing zum 1. Vorsitzenden und Oberst gewählt. Im gleichen Jahr gründete man auch den Spielmannszug unter der Leitung von Walter Kreft, der nun für den Gleichschritt bei den Abmärschen sorgte. Mit tatkräftiger Hilfe aller Kameraden wurden in den Jahren 1936/37 ein moderner 4 Bahnen- Schiessstand 50m in roten Ziegelsteinen erbaut. Die Fachkunde im sportlichen Schiessen vermittelte der Kamerad Heinrich Griese, der schon in früheren Jahren in Dortmund–Dorsfeld an einem Ausbildungslehrgang teilgenommen hatte. Dieses machte sich bei den Sportschützen sehr bemerkbar. Während des 2. Weltkrieges kam auch bei den Schützen das Vereinsleben zum Erliegen. Viele Kameraden kehrten nicht wieder in ihre Heimat zurück.

Der Spielmannzug wird von Walter Kreft angeführt.